„Voll Ausdruck und Würde“



Am Samstag, 21. November 2026, um 18.30 Uhr lädt die Kirchenmusik St. Georg in die Freisinger Stadtpfarrkirche zu einer musikalischen Andacht ein. Im Mittelpunkt steht das Requiem des italienischen Komponisten Niccolò Jommelli. Dessen „Missa pro defunctis“ zählte bis in die zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts zu den meistaufgeführten Totenmessen Europas, bevor sie von Mozarts Requiem verdrängt wurde.

In dem Werk verbinden sich die Ausdruckskraft der neapolitanischen Musiktradition mit dem strengen Stil der alten Kirchenmusik. Der Palestrina-Chor St. Georg musiziert unter der Leitung von Kirchenmusiker Maximilian Nockmann gemeinsam mit dem Streicherensemble St. Georg und jungen Vokalsolistinnen und -solisten. Die textliche Deutung des Requiems übernimmt Dekanatsreferentin Dr. Theresa Reischl. Sie wird unter anderem der Frage nachgehen, welche Bedeutung die berühmte Sequenz „Dies irae – Tag des Zornes“, der mittelalterliche Hymnus über das Jüngste Gericht, für Menschen heute haben kann.

Bereits der Musikschriftsteller Johann Adam Hiller lobte das Werk als „edelsten, rührendsten Gesang, voll Ausdruck und Würde“.

Der Eintritt ist frei. Spenden zur Unterstützung der Kirchenmusik sind willkommen.


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