Viele Spuren hinterlassen


Abschied und Neuanfang: Anfang März ist ein neuer Pfarrgemeinderat gewählt worden, er hat sich Mitte März konstituiert. Im Rahmen des Sonntagsgottesdienstes am 12. April 2026 wurden seine Mitglieder offiziell in ihr Amt eingeführt.



Zugleich hieß das aber auch Abschied nehmen von fünf Frauen und Männern, die aus dem Gremium ausgeschieden sind: Martin Fuchs, Felicitas Gallitzendörfer, Edi Krockauer, Irmi Rollitz und Tobias Widmann. Stadtpfarrer Daniel Reichel und Birgit Flegler, die alte und neue Vorsitzende des Pfarrgemeinderats, dankten ihnen für ihren Einsatz für die Pfarrei und ihr Mitwirken in dem Gremium.

Ein besonderer Einschnitt ist das Ausscheiden von Edi Krockauer. Er war drei Jahrzehnte lang (mit nur einer kurzen Unterbrechung) Mitglied des Pfarrgemeinderats, viele Jahre davon dessen Vorsitzender, die vergangenen vier Jahre stellvertretender Vorsitzender. Krockauer war bei der Wahl in diesem Jahr nicht mehr angetreten. Für sein langjähriges Engagement in der Pfarrei wurde ihm auch das Ehrenzeichen des Diözesanrats überreicht.



Stadtpfarrer Reichel sagte, Krockauer habe die Gemeinde geprägt. Seine Würdigung im Wortlaut:  

 

Lieber Herr Krockauer,

heute verabschieden wir Sie aus dem Pfarrgemeinderat St. Georg – und das fällt uns alles andere als leicht.

Seit 1998 haben Sie unsere Gemeinde mitgeprägt, Verantwortung übernommen und über viele Jahre hinweg als Vorsitzender den Pfarrgemeinderat mit Umsicht, Herz und Weitblick geleitet. Ihr Engagement war dabei nie nur ein Amt, sondern immer Ausdruck Ihrer tiefen Überzeugung.

Besonders beeindruckend ist Ihr Einsatz für die Ökumene und den interreligiösen Dialog. Sie haben Brücken gebaut – zwischen Kirchen, zwischen Religionen und vor allem zwischen Menschen. Begegnung war für Sie nie ein Schlagwort, sondern gelebte Praxis. Hier bleiben Sie auch unser Beauftragter weiterhin.

Unzählige Spuren haben Sie auch im Gemeindeleben hinterlassen: vom Kirchencafé bis hin zu vielen Initiativen, die das Miteinander stärken. Und wer an die Sternsinger denkt, denkt unweigerlich an Sie. Mit Herzblut, Organisationstalent und einer großen Portion Menschlichkeit haben Sie Generationen von Kindern begeistert und geprägt.

Ihr Engagement endet aber nicht an der Kirchentür. Als Hospizbegleiter schenken Sie Menschen Zeit, Nähe und Würde in den schwersten Stunden ihres Lebens. Und auch beruflich sind Sie für viele Kinder weit mehr als ein Busfahrer – Sie sind Begleiter, Zuhörer und Vorbild.

Auch bei den Maltesern sind Sie engagiert.

All das zeigt: Ihr Leben ist ein gelebtes Zeugnis von Glaube, Nächstenliebe und Verantwortung. Sie verbinden Jung und Alt, geben Orientierung und schaffen Gemeinschaft.

Lieber Herr Krockauer, wir sagen Ihnen von Herzen Danke – für Ihren unermüdlichen Einsatz, Ihre Zeit, Ihre Ideen und vor allem für Sie als Mensch. Für Ihren weiteren Weg wünschen wir Ihnen Gottes reichen Segen, Gesundheit und viele erfüllte Momente. 

Vergelt’s Gott!